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Wir sind alle Antifa

Gemeinsam gegen Rechtsruck und Kriminali­sierung

Antifaschismus steht unter massivem staatlichem Druck. Ob mit Prozessen, langen Haftstrafen oder internationalen Fahndungen – immer wieder sollen Einzelne herausgegriffen und stellvertretend verurteilt werden. Diese Angriffe zielen auf alle, die sich dem rechten Vormarsch in den Weg stellen und für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Unterdrückung kämpfen. Aber wir wissen: Unsere Stärke liegt in der Solidarität.

Über die Kampagne Bluesky Instagram

Meldungen

  • 3. Juni 2026

    Terminübersicht und Ausblick Juni

    Veranstaltungspaket zur Kampagne „Wir sind alle Antifa“

    Ab sofort gibt es ein Veranstaltungspaket zur laufenden „Wir sind alle Antifa“- Kampagne. Dieses kann wie ein Baukasten für Inputs oder Veranstaltungen genutzt werden und besteht aus einem Skript und einer Präsentation.

    Inhaltlich liefert die Veranstaltungsvorlage Hintergründe zu staatlicher Repression und einen Überblick über mehrere, aktuell laufende, Großverfahren gegen Antifaschist*innen, stellt die „Wir sind alle Antifa“- Kampagne vor und gibt einen Ausblick auf unsere Antwort: Solidarität! Unter alle-antifa@rote-hilfe.de kann das Veranstaltungspaket per Mail angefordert werden. AfD-Bundesparteitag in Erfurt: Konsequent widersetzen! Die AfD plant am 4. und 5. Juli 2026 ihren Bundesparteitag in Essen. Das Bündnis „Widersetzen“ und viele weitere Gruppen und Zusammenhänge mobilisieren zu Protesten und rufen zu Blockaden, Demos, Kundgebungen und Aktionen des zivilen Ungehorsams auf. Wie bei den vergangenen Protesten gegen AfD Bundesparteitage ist auch in diesem Jahr wieder mit Repression zu rechnen. Darauf gilt es sich vorzubereiten und solidarisch zusammenzustehen.

    Termine im Großverfahren Düsseldorf

    Dienstag, 9.6. Mittwoch, 10.6. Dienstag, 16.6. Mittwoch, 17.6. Dienstag, 23.6. Mittwoch, 24.6. Dienstag, 30.06.

    Mehr Infos zu den Prozessen

    Termine im Großverfahren Dresden

    Dienstag, 9.6. Mittwoch, 10.6. Dienstag, 16.6. Mittwoch, 17.6. Dienstag, 23.6. Mittwoch, 24.6. Dienstag, 30.06.

    Anhörung im Auslieferungsverfahren bei Gino

    Mittwoch, 17.06. in Paris

    Weitere Infos auf basc.news

  • 3. Juni 2026

    Großverfahren Dresden

    Im Prozess vor dem Oberlandesgericht Dresden wurde im Mai an fünf Tagen verhandelt. Weiterhin wurden Zeuginnen, unter ihnen auch Neonazis, befragt. Meist ging es um die Ereignisse in Erfurt, als zwei Neonazis im Januar 2023 angegriffen wurden. Wie schon in den Befragungen der Vormonate, kamen hier keine bahnbrechenden Erkenntnisse zutage. Mehrere geladene Zeuginnen erschienen gar nicht erst zur Verhandlung und wurden vom Gericht mit Ordnungsgeldern belegt.

    Wie bereits im April, war auch im Mai der Kronzeuge und Vergewaltiger Domhöver vorgeladen, der bereits im ersten Dresdner Verfahren eine Schlüsselrolle spielte. Seine Aussagen belasten die Angeklagten insgesamt schwer, sind aber überwiegend diffus und widersprüchlich. Wo er nicht weiterweiß, verweist er auf frühere Aussagen aus zahllosen Vernehmungen bei verschiedenen Behörden. Bemerkenswert ist sein Auftreten vor Gericht: Umgeben von schwerbewaffneten Personenschützerinnen ist er sichtlich darauf bedacht, durch seine umfassenden Angaben das Wohlwollen der Justiz, die Privilegien des Zeuginnenschutzprogramms und sein damit verbundenes Monatsgehalt von 1500 Euro zu behalten. Ebenfalls zum wiederholten Male war im Mai der „Gutachter“ Dirk Labudde geladen, um seine selbst entwickelten, pseudowissenschaftlichen und bereits widerlegten Methoden zur Identitätsfeststellung per Knochenvermessung zu erläutern. Selbst das Gericht konnte seinen Ausführungen nicht recht folgen und hinterfragte die hohe Fehlerrate und seine diffusen Mutmaßungen zu einer „Wahrscheinlichkeit“. In der Befragung durch die Verteidigung wurde die Unwissenschaftlichkeit seiner “Gutachten” noch offensichtlicher - ebenso wie der Verzicht auf datenschutzrechtliche Mindeststandards.

    Nachdem Ende April Nanuk aus der U-Haft entlassen wurde, erreichte uns Ende Mai eine weitere erfreuliche Nachricht: Lina, die 2023 im ersten Dresdner Verfahren zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, wurde aus der Haft entlassen. Die Reststrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

    Weitere Infos auf basc.news

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